Laufen im Einklang mit der Natur

Lauftherapeut und Barfuß-Coach Thorsten Hüttemeier macht die Erfahrung, dass seine Klient*innen in Zeiten von Corona neben der Bewegung draußen vermehrt den Austausch und das Gespräch suchen. Grundsätzlich freut er sich über alle, die sich in der Natur bewegen. Aber dass mit den mehr Menschen auch mehr Müll draußen herumliegt, macht ihn traurig. „Da müssen wir noch ein bisschen mehr Verbindung zur Natur aufbauen und Respekt lernen“, so der erfahrene Laufcoach. Was das Bewegen im Wald für ihn bedeutet, berichtet er sehr anschaulich.

Ich trete aus der Tür, rieche und schmecke die Luft des neuen Tages, fühle die Temperatur, sehe das Wetter, höre die Vögel, den Wind in den Bäumen, das Rauschen der Blätter und laufe langsam los. Ich atme gleichmäßig durch die Nase, Ein und Aus, es läuft noch etwas unrund, aber bald werde ich meinen Rhythmus finden. Es fröstelt noch etwas.

Zu dem Rhythmus meiner Schritte und meines Atems begleiten mich die Geräusche des Waldes, rascheln, knacken, ich sehe ein paar Tiere, Waldbewohner, meine Sinne sind geschärft, nehmen die Umgebung wahr, beim Laufen noch mehr als beim Gehen, weil alles schneller vorbeifliegt. Ich versuche lautlos zu sein.

Allmählich werde ich Teil von dem Ganzen, tauche ein, störe nicht, kann mich verlieren. Bäume die schon vor mir da waren und auch nach mir noch da sein werden, wieviel haben sie gesehen, erlebt? Mein Kopf wird frei.

Irgendwann verlasse ich den Wald, trete heraus aus ihm, aber ich trage ihn weiter in mir … die Stille, den Frieden, die Kraft, die Schönheit.

Ein ganz normaler Tag für mich, jeder Tag ein kleines Abenteuer. Wie sieht es bei dir aus? Es ist nicht kompliziert, es sind die einfachen Dinge … Atmen, Gehen, Laufen, die uns mit unserem Körper und der Natur in Einklang bringen. In diesen Zeiten wird uns so viel von – sich schützen erzählt, wie wäre es mit – sich stärken?

Thorsten Hüttemeier
Lauftherapeut und Barfuß-Coach 👣

Mehr erfahren? www.laufwerkstatt-lemgo.com

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